
Fakten-Check (60 Sekunden)
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Behauptung: Ab 2027 wird Bargeld verboten.
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Urteil: Falsch. Die EU hat 2024 im Anti-Geldwäsche-Paket eine EU-weite Obergrenze von 10.000 € für Barzahlungen beschlossen – kein Bargeldverbot. Euro-Banknoten und -Münzen sind gesetzliches Zahlungsmittel; die EU stärkt den Status sogar rechtlich. Europäisches Parlament+2Rat der Europäischen Union+2
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Takeaway: Obergrenze ≠ Verbot; Bargeld bleibt – die Grenze dient der Kriminalitätsprävention. Europäisches Parlament
Die wichtigsten Fakten
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EU-Regel 2024: Parlament und Rat verabschiedeten das AML-Paket – u. a. Barzahlungs-Cap 10.000 € (Mitgliedstaaten dürfen niedriger ansetzen). Europäisches Parlament+1
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Rechtsstatus Bargeld: In der Eurozone sind Euro-Scheine und -Münzen gesetzliches Zahlungsmittel (Art. 128 AEUV; VO 974/98). Die Kommission verfolgt eine Gesetzesinitiative, die Annahme-Pflicht und Zugang zu Bargeld klarstellt/schützt. Economy and Finance+1
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Kein Datum „2027“ im Gesetz: Es gibt keine EU-Rechtsnorm, die 2027 ein Bargeldverbot vorsieht. Die Reform begrenzt große Bargeldgeschäfte – sie schafft Bargeld nicht ab. Europäisches Parlament+1
Kurz & teilbar – drei Sätze
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EU führt 10.000-€-Cap gegen Geldwäsche ein – kein Bargeldverbot. Europäisches Parlament
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Euro-Bargeld ist gesetzliches Zahlungsmittel; Annahme-Pflicht wird kodifiziert/gestärkt. Economy and Finance+1
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Ein „Verbot 2027“ steht in keinem EU-Gesetz. Rat der Europäischen Union
„Fakten-Wir-Ab“: So prüfst du selbst
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EP-Pressemitteilung zum AML-Paket lesen (10.000 €-Cap). Europäisches Parlament
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Rat-Presseinfo (Annahme durch den Rat) checken. Rat der Europäischen Union
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EU-Kommission: „Euro als gesetzliches Zahlungsmittel“ – Status & Initiative. Economy and Finance
Fazit
Die Erzählung „Bargeld weg 2027“ ist ein Mythos.
Wahr ist: Große Barzahlungen werden begrenzt – Bargeld bleibt und sein Rechtsstatus wird gestützt. Europäisches Parlament+1
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